GESCHÄFTS­FÜHRER­HAFTUNG
IN DER KRISE

Für Geschäftsführer bestehen in der Krise erhöhte zivil- und strafrechtliche Haftungsrisiken. Wir unterstützen bei der Prävention und der Abwehr möglicher Ansprüche.

Geschäftsführer­haftung

Die Geschäftsführung eines Unternehmens ist grundsätzlich mit vielen Haftungs­risiken verbunden, die sich in Krisen­situationen sowohl zivil­rechtlich als auch straf­rechtlich deutlich verschärfen.

Wer ist von möglichen Haftungsrisiken betroffen?

Von einer persönlichen Haftung sind Vorstände von Aktien­gesellschaften und Genossen­schaften genauso betroffen, wie die Geschäfts­führer einer GmbH oder GmbH & Co. KG. Grundsätzlich haftet die durch Gesellschafter­beschluss bestellte Geschäftsleitung. Die gleichen Risiken bestehen auch für einen faktischen Geschäfts­führer, der nicht im Handels­register eingetragen ist, aber ähnlich einem Geschäftsführer handelt. Wenn mehrere Geschäftsführer bestellt sind, führen auch verteilten Resorts nicht zwangsläufig dazu, dass bei Pflicht­verletzungen in anderen Resorts keine Haftung erzeugt wird.

Umfang der Haftung

Insbesondere aus der Verletzung der Insolvenz­antrags­pflicht drohen erhebliche Risiken, da Geschäfts­führer für Zahlungen nach Insolvenz­reife mit ihrem Privat­vermögen haften.

So sind auch bei mittelständischen Unternehmen leicht 6-stellige Beträge erreicht und eine nachfolgende Privat­insolvenz des Geschäfts­führers ein realistisches Szenario.

Die Verletzung der Insolvenz­antrags­pflicht ist sogar strafbar und geht i.d.R. mit weiteren strafbaren Handlungen (z.B. Bankrott. Eingehungs­betrug, Nicht­abführen von Sozialabgaben oder wegen Gläubiger- und Schuldner­begünstigung) einher.

Umkehr der Beweislast

Wenn gegen einen Geschäftsführer ein Haftungs­anspruch durch die Gesellschaft geltend gemacht worden ist, gilt im Unterschied zum Arbeit­nehmer­privileg die Umkehr der Darlegungs- und Beweislast. Es ist die Pflicht des Geschäfts­führers zu beweisen, dass keine Plichten verletzt worden sind und mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäfts­mannes gearbeitet worden ist. Hier empfehlen wir die Einführung eines Frühwarn­systems, rollierende und integrierte Planungs­rechnungen und die Dokumentation der Maßnahmen und Ergebnisse.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich, um das Risiko­potenzial sowie mögliche Entlastungs­maßnahmen zu erörtern!

Durch die Verbindung von betriebswirtschaftlicher und juristischer Expertise prüfen wir die geeigneten Maßnahmen und stehen Ihnen als kompetenter Interessenvertreter zur Seite.

Wir unterstützen Sie sowohl bei der Prävention von Haftungsrisiken als auch bei der Verteidigung gegen eingegangene Klagen oder Strafbefehle. Sprechen Sie uns an!