KURZANALYSE / INDEPENDENT BUSINESS REVIEW (IBR)

Klarheit in der Frühphase der Krise

Wenn ein Unternehmen erste Anzeichen einer Krise zeigt, aber noch keine akute Insolvenzgefahr besteht, ist schnelles, unabhängiges Handeln gefragt.

Unsere Kurzanalyse – oft als Independent Business Review (IBR) ist das ideale Instrument, um innerhalb kürzester Zeit eine belastbare, neutrale Einschätzung der Lage zu gewinnen.

Kurzanalyse (IBR) – schnelle Entscheidungsgrundlage in der Krise

Was leistet die Kurzanalyse konkret?

Die Kurzanalyse ist ein im Umfang reduzierter, fokussierter IBR. Ziel ist es, in einer frühen oder fortgeschrittenen Krise zügig Transparenz zu schaffen und den Handlungsbedarf zu priorisieren.

In der Regel innerhalb von 1 bis 3 Wochen analysieren wir auf Grundlage vorhandener Unterlagen und gezielter Interviews insbesondere:

  • Finanzielle Stabilität
    Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Analyse von Liquidität, Kapitaldienstfähigkeit und Finanzierungsstruktur.

  • Krisenstadium und Handlungsdruck
    Einschätzung, wie weit die Krise fortgeschritten ist, welche Risiken kurzfristig drohen und ob eine außergerichtliche Sanierung realistisch erscheint.

  • Frühe Sanierungsansätze
    Identifikation kurzfristiger Maßnahmen zur Liquiditätssicherung (z. B. Working Capital, Finanzierung, Kostenstruktur) und erster Ansätze zur Ergebnisverbesserung.

Das Ergebnis ist ein klar strukturierter Kurzbericht, der die Lage objektiv darstellt, zentrale Risiken und Krisenursachen herausarbeitet und konkrete Sofortmaßnahmen skizziert.

Individuelle Prüfungsschwerpunkte – zugeschnitten auf Ihre Ausgangslage

Jede Kurzanalyse wird auf Ihr Unternehmen zugeschnitten. In Abhängigkeit von Branche, Größe und der speziellen Ausgangssituation setzen wir unterschiedliche Schwerpunkte – etwa auf Markt- und Wettbewerbssituation, operative Leistungsprozesse oder Finanzierung und Liquidität. So erhalten Sie keine Standardlösung, sondern eine Einschätzung, die genau zu Ihrem Geschäftsmodell und Ihren Fragestellungen passt.

Unsere Kurzanalyse vereint Elemente aus Due-Diligence-Prüfungen und Sanierungsgutachten, ohne den Umfang eines vollumfänglichen IDW-S-6-Konzeptes zu erreichen. Damit bleibt sie schnell, fokussiert und gleichzeitig für interne und externe Stakeholder belastbar.

IBR-Charakter: Grundlage für Banken- und Stakeholderkommunikation

In der Praxis wird die Kurzanalyse häufig als Independent Business Review (IBR) verstanden und von Kreditinstituten oder anderen Kapitalgebern ausdrücklich nachgefragt. Der Bericht dient als objektive Entscheidungsgrundlage, um:

  • Kreditlinien zu verlängern oder anzupassen,

  • Sanierungsbeiträge von Banken und weiteren Stakeholdern zu verhandeln,

  • die Notwendigkeit und Ausgestaltung eines umfassenden Sanierungskonzeptes (z. B. nach IDW S 6) zu untermauern.

Als spezialisierte Restrukturierungsberater liefern wir Ihnen mit dem IBR die notwendige Transparenz und eine belastbare Grundlage für die Kommunikation mit Banken, Gesellschaftern und weiteren Stakeholdern. Sprechen Sie uns an!

Michael Seidel
Michael SeidelPartner

Ihr Mehrwert: Geschwindigkeit, Neutralität und Rechtssicherheit

Unsere Kurzanalyse/IBR bietet Ihnen entscheidende Vorteile in der Krise:

Vorteile und Chancen

  • Schnelligkeit
    Kurze Bearbeitungszeit (in der Regel 1–3 Wochen) und ein klar strukturierter Kurzbericht, damit Geschäftsführung und Finanzierungspartner zügig entscheiden können.

  • Neutralität & Vertrauen
    Unabhängige Beurteilung durch einen externen Sanierungsexperten, die bei Banken und Gesellschaftern als objektive und anerkannte Grundlage akzeptiert wird.

  • Rechtssicherheit
    Dokumentierte Prüfung der wirtschaftlichen Lage und möglicher Insolvenzantragsgründe, die die Geschäftsführung in Haftungsfragen besser absichert.

  • Individuelle Sanierungsperspektive
    Unternehmensspezifische Prüfungsschwerpunkte statt Standardgutachten, mit ersten Krisenursachen, Maßnahmen und Optionen zur Auswahl geeigneter Sanierungsinstrumente und Finanzierungen.

Kurzanalyse

Häufig gestellte Fragen

Sobald Sie erste Anzeichen einer drohenden Zahlungsunfähigkeit bemerken, die Liquidität enger wird oder die Banken erste Sicherheiten fordern. Der IBR ist ein Werkzeug der Frühwarnung in der Phase der drohenden Krise.

Eine Kurzanalyse (im internationalen Wirtschafts­verkehr auch Independent Business Review) ist eine Überprüfung eines Unternehmens durch einen unabhängigen Dritten. In der Regel wird ein IBR auf Wunsch der Geschäftsleitung eines Unternehmens oder auf Hinweis bzw. Auflage eines Stakeholders (Bank, Investor, Gesellschafter oder Aufsichtsrat) durchgeführt.

Das Ziel ist es in einem kurzen Zeitraum die Unternehmens­situation transparent darzustellen. Da die Kurzanalyse nicht durch gesetzliche Vorgaben oder Rechtsprechung geregelt ist, kann sie frei gestaltet werden. Das ermöglicht die Schwerpunkt­prüfung vorher definierter Themenbereiche.

Wenn einer Bank erste Negativmerkmale eines Kreditnehmers bekannt werden oder eine Ausweitung des Kredit­engagements angefragt worden ist, stellt sich die Frage nach der Stabilität des Unternehmens und somit auch der Werthaltigkeit der Darlehens­forderung sowie der Sicherheiten.

Wenn der Informationsfluss vom Unternehmen an die Bank dann nicht der erforderlichen Schnelligkeit oder den Umfang hat, kann die Kurzanalyse durch einen externen sachverständigen Dritten empfohlen werden.

Da die Kurzanalyse (IBR) keinem Standard folgt können Schwerpunkte und Tiefe der Analyse frei vereinbart werden. Im Gegenzug können weniger interessante Bereiche unberücksichtigt bleiben. Dadurch ist ein schnelles Ergebnis möglich.

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) hat in seinem Gutachten­standard S6 Vorgaben für den Aufbau und die Prüfungstiefe bei Sanierungs­konzepten gemacht. Durch diese Anforderungen ist ein Sanierungskonzept deutlich umfangreicher, was auch die Erstellungsdauer verlängert.

Da diese Prüfung weder normiert noch standardisiert ist, kann der Prüfungsumfang und die Prüfungstiefe individuell und unternehmens­spezifisch festgelegt werden.

Wenn keine Eingrenzung erfolgt, werden die spezifischen Risiken und Herausforderungen, denen sich ein Unternehmen bzw. die Branche gegenübersieht, analysiert. Üblicherweise werden sowohl weiche Faktoren (Unternehmens­strategie Geschäftsmodell) bewertet, als auch die aktuelle und historische Ertrags- und Liquiditätslage analysiert und vorliegende Planungs­rechnungen überprüft.

Je nach Komplexität des Unternehmens und der Datenqualität dauert der IBR in der Regel zwei bis vier Wochen. Ziel ist stets, schnell belastbare Ergebnisse zu liefern, um zeitnah Entscheidungen treffen zu können.

Der IBR ist essenziell für die Geschäftsleitung (Entscheidungsbasis, Haftungsentlastung), Banken und Kreditgeber (Grundlage für Prolongation/Neukreditierung) sowie die Gesellschafter (Transparenz über den Unternehmenswert und das Krisenstadium).

Nach Abschluss der Untersuchung wird ein schriftlicher Bericht erstellt, der neben den Prüfungs­feststellungen erste Krisenursachen und Handlungs­empfehlungen enthält. Der Bericht wird mit dem Unternehmen kommuniziert, das ihn dann bei Bedarf interessierten Stakeholdern zur Verfügung stellt.

In Abhängigkeit vom Ergebnis der Kurzanalyse kann es auf Bankenseite zur Aufrecht­erhaltung bzw. Ausweitung des Kreditengagements kommen. Sollten starke Krisenmerkmale identifiziert werden, ergeben sich anschließende Restrukturierungs­maßnahmen. wie z.B. die Erstellung eines Sanierungs­konzeptes oder einer positiven Fortführungs­prognose bzw. der Unterstützung des Managements im operativen Geschäft. Hier unterstützen wir bei der Auswahl der geeigneten Sanierungs­instrumente und -verfahren.

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