SANIERUNGS­BETEILIGUNG

Wir begleiten mittel­ständische Unternehmen, Alt­gesellschafter und Investoren bei der Strukturierung und Umsetzung von Sanierungs­beteiligungen, um Liquiditäts­­engpässe zu überwinden und den Unternehmens­wert nachhaltig zu steigern.

Dieses Instrument greift typischer­weise bei akuten Liquiditäts­­engpässen, dem Bruch von Financial Covenants oder wenn die klassische Bank­finanzierung aufgrund der Krisen­situation an ihre Grenzen stößt.

Wann eine Sanierungs­­beteiligung sinnvoll ist

In vielen Krisenlagen reicht ein klassisches Finanzierungs­paket nicht aus: Liquidität wird benötigt, während Banken, Kreditversicherer und teilweise auch Beteiligungsgeber restriktiver agieren.

Gleichzeitig darf die Kapital­zufuhr nicht „blind“ erfolgen – sie muss mit einer klaren Sanierungs­architektur verknüpft sein, damit Wert gesichert und aufgebaut wird. Die typischen Auslöser sind:

  • Liquiditäts­lücke trotz operativ grundsätzlich tragfähigem Kern

  • notwendige Umschuldung / Refinanzierung mit erhöhten Anforderungen an Transparenz und Covenants

  • Ergebnis- und Cash-Restrukturierung braucht Zeit, aber das Unternehmen braucht sofort Handlungs­fähigkeit

  • Stakeholder erwarten ein sanierungs­fähiges Konzept und messbare Umsetzungs­schritte

Ziel der Sanierungs­beteiligung

Eine Sanierungs­­beteiligung unterscheidet sich von klassischem Private Equity durch den Fokus auf die Krisenbewältigung. Es geht nicht nur um Kapital, sondern um die Verbindung von frischer Liquidität mit einem belastbaren Sanierungs­konzept. Sie dient einem klaren Ergebnis­rahmen:

  • Erhalt und Stabilisierung des Unternehmens (Operative Handlungs­fähigkeit, Liquidität, Liefer­fähigkeit)

  • Steigerung der Profitabilität und des Unternehmenswerts (EBITDA-/Cash-Fokus, Working Capital, Portfolio­steuerung)

  • Besserstellung gegenüber Alternativ­szenarien für Alt­gesellschafter und Gläubiger (wertorientierte Gesamtlösung)

  • Risikoadäquate Rendite für Investoren durch transparente Steuerung und vertragliche Mechaniken

  • Planbarer Exit (Rückübertragung, Verkauf, Refinanzierung oder strukturierte Ablösung)

Termin vereinbaren

Durch die Verzahnung von betriebs­wirtschaftlicher Planung und insolvenz­rechtlicher Strukturierung bewerten wir die Realisierbarkeit einer Sanierungs­beteiligung für Ihr Unternehmen. Wir agieren dabei als fachlicher Partner gegenüber Investoren und Finanz­gläubigern, um eine belastbare Verhandlungs­grundlage zu schaffen.

Gemeinsame Arbeits­aufnahme Im Rahmen eines Erstgesprächs klären wir den erforderlichen Scope, sichten die aktuelle Datenlage (Liquiditäts­status, BWA) und skizzieren einen verbindlichen Fahrplan für die Strukturierung der Beteiligung.

Ablauf Sanierungs­beteiligung

Der formale Beteiligungs­­prozess untergliedert sich typischerweise in folgende Schritte. Kontaktieren Sie uns, um unverbindlich die Eignung Ihres Projektes zu prüfen!

Ergebnisse & Ihr Mehrwert

Mehrwert für Alt­gesellschafter und bisherige Finanzierungs­partner

  • Strukturierte Lösung mit nachvoll­ziehbaren Bedingungen statt unkontrollierter Eskalation
  • Vermeidung der Zerschlagung: Erhalt des Rechts­trägers und der operativen Einheit.
  • Entscheidungs­grundlage über Konzept, Szenarien und Controlling
  • Transparente Covenants und Reporting statt „Bauchgefühl“

  • Besserstellung: Höhere Befriedigungs­quote im Vergleich zum Insolvenz­szenario

  • Planbare Rückkehr: Definierte Exit-Szenarien können Alt­gesellschaftern die Parti­zipation am künftigen Wert­zuwachs ermöglichen

Mehrwert für neue Investoren

  • Sanierungs­privileg: Strukturierung nach insolvenz­rechtlichen Privilegien (z. B. § 39 Abs. 4 Satz 2 InsO).
  • Steuerliche Optimierung: Prüfung der Möglichkeiten zum Erhalt von Verlust­vorträgen und zur steuerfreien Behandlung von Sanierungs­gewinnen.
  • Exklusivität im Prozess (insbesondere im Vergleich zur Insolvenz, wo eine Vielzahl potentieller Erwerber möglich sind)
  • Ausgewogenes Chance-Risiko-Profil durch Meilen­steine, Informations­rechte, Sicherheiten­logik
  • Laufendes Risiko­management durch externes Sanierungs­controlling

Ergebnisse

Sie erhalten konkrete, bank- und stakeholderfähige Ergebnisse, typischerweise:

  • Vorprüfungs­bericht inkl. Investment-Eignung, Risiken, Deal-Killer
  • 13-Wochen-Liquiditäts­steuerung inkl. Maßnahmen- und Freigabe­logik
  • Integrierte Planung (GuV, Bilanz, Cashflow) + Szenarien
  • Sanierungs­konzept mit Maßnahmen­programm, Effekten, Timing, Verantwortlichen
  • Beteiligungs- und Vertrags­struktur (Term Sheet, Covenant-Set, Reporting-Katalog, Governance)
  • Sanierungs­controlling-Setup (KPI-Definitionen, Monats­reporting, Abweichungs­logik)
  • Exit-Fahrplan inkl. Trigger, Timeline, Rollen, Kommunikations­linie

Häufig gestellte Fragen

In der Sanierung liegt der Fokus auf der kurzfristigen Liquiditäts­sicherung und der Beseitigung von Insolvenz­gründen, oft flankiert durch insolvenz­rechtliche Privilegien für das neue Kapital.
Ein sanierungsfähiger Kern, transparente Datenlage (mindestens kaufmännisch belastbar), Stakeholder-Grundkonsens und ein plausibler Pfad zur Stabilisierung von Liquidität und Ertrag.

Wenn keine belastbare Fortführungs­perspektive herstellbar ist, die Datenlage nicht prüffähig wird oder zentrale Stakeholder nicht eingebunden werden können.

Vom Erstkontakt bis zum unter­schriebenen Beteiligungs­vertrag vergehen in der Regel 8 bis 12 Wochen, abhängig von der Daten­qualität.
Vom Erstkontakt bis zum unterschriebenen Beteiligungs­vertrag vergehen in der Regel 8 bis 12 Wochen, abhängig von der Datenq­ualität.

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Sanierungs­klausel im Steuer­recht) können steuerliche Verlust­vorträge trotz Gesellschafter­wechsel genutzt werden.

Die Sanierungs­beteiligung kann vertraglich so gestaltet werden, dass Alt­gesellschafter durch Besserungs­scheine oder Rückerwerbs­optionen am Erfolg der Sanierung teilhaben können.

Die Bedingungen für den Exit werden schon bei Vertrags­abschluss vereinbart. Ein Ziel kann es sein, das Unternehmen saniert und wieder finanzierungs­fähig an die Altgesell­schafter oder strategische Investoren zu übertragen.

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