Haushaltssicherungskonzept für eine Stadt im ländlichen Raum
| Branche | Kommunalwirtschaft |
| Leistungen von KAS | Haushaltssicherungskonzepte |
| Geschäftsmodell | Kommunale Gebietskörperschaft mit zentralörtlichen Aufgaben für das Umland und zahlreichen Ortsteilen. |
| Unternehmensgröße | Kleinstadt im ländlichen Raum, Ergebnishaushalt im zweistelligen Millionenbereich |
| Mandatsrahmen | Erstellung des Haushaltssicherungskonzepts als Berater der Kämmerei; Auftraggeber war die Stadt |
Ausgangslage
Die Stadt konnte ihren Ergebnishaushalt seit Jahren nicht ausgleichen. Die Kommunalaufsicht hatte deshalb bereits mit der Genehmigung eines früheren Haushalts ein Konsolidierungskonzept gefordert. Nach der Gemeindeordnung war in jedem Jahr ohne Haushaltsausgleich ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen, von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließen und der Aufsicht vorzulegen.
Die Ursachen lagen auf beiden Seiten des Haushalts. In der Finanzkrise brach die Gewerbesteuer ein, während Kreis- und Schulumlage, Personal- und Energiekosten sowie Aufwendungen aus neuen Pflichtaufgaben stiegen. Hinzu kam der Verlustausgleich für einen Eigenbetrieb im Freizeit- und Gesundheitsbereich, den das Land nicht mehr mittrug.
Strukturelle Nachteile verstärkten die Lage. Die Stadt versorgte zahlreiche Ortsteile bei geringer Siedlungsdichte und sinkender Einwohnerzahl, was Investitions- und Unterhaltungsaufwand erhöhte und die Einnahmebasis schwächte.
Der kritische Punkt
Vorgehen
Unser Auftrag umfasste die Erstellung des Haushaltssicherungskonzepts für die Kämmerei, von der Analyse des Haushalts bis zum bezifferten Maßnahmenkatalog.
Wesentlich war, dass jede Maßnahme mit ihrem Finanzeffekt beziffert und nach laufenden und einmaligen Wirkungen getrennt wurde. Die Stadtverordneten konnten dadurch nachvollziehen, welche Maßnahmen den Haushalt dauerhaft entlasten und welche nur einmalig wirken.
Ergebnis
Das Haushaltssicherungskonzept wurde mit dem Haushaltsplan vorgelegt und beschlossen. Die darin vorgeschlagenen Maßnahmen wurden umgesetzt.
Die bezifferten Maßnahmen reichten nach dem Konzept nicht aus, um den Ergebnishaushalt innerhalb des Finanzplanungszeitraums auszugleichen. Die wesentlichen Defizitbereiche ließen sich nur durch strukturelle Veränderungen beeinflussen, die erst mittel- bis langfristig wirken.
Maßnahmen
Praxistipps
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