Konsolidierungskonzept für einen Fachhändler für Baubedarf
| Branche | Handel |
| Leistungen von KAS | 13-Wochen-Liquiditätsplanung Sanierungskonzepte und Sanierungsgutachten Finanzierung und Refinanzierung |
| Geschäftsmodell | Groß- und Einzelhandel mit Bau- und Industriebedarf für gewerbliche und private Kunden sowie Vermietung und Verkauf von Baugeräten. |
| Unternehmensgröße | Rund zehn Mitarbeiter |
| Mandatsrahmen | Konsolidierungskonzept für Betriebsgesellschaft, Besitzgesellschaft und privaten Bereich des Gesellschafters mit Planung der Kapitaldienstfähigkeit und Finanzierungsvorschlägen; Auftraggeber war die Geschäftsführung |
Ausgangslage
Das Familienunternehmen handelte mit Bau- und Industriebedarf und unterhielt einen Mietpark für Baugeräte. Es war in eine Betriebsgesellschaft und eine Besitzgesellschaft aufgespalten, der die Betriebsimmobilie gehörte. Der Gesellschafter hielt zudem privat vermietete Immobilien, die ebenfalls fremdfinanziert waren.
Die Bauwirtschaft befand sich seit Jahren im Abschwung. Sinkende Preise, die Konkurrenz der Baumärkte und die Kaufzurückhaltung privater und gewerblicher Kunden drückten auf die Umsätze. Eine regional begrenzte Sonderkonjunktur hatte die Ergebnisse vorübergehend gestützt. Nach ihrem Wegfall setzte sich der Abwärtstrend verstärkt fort.
Die Geschäftsführung hatte bereits früh reagiert. Sie senkte die eigenen Gehälter und die Personalkosten und fror die Pensionszusagen ein. Die Kostenstruktur des Betriebs lag damit im Branchenvergleich überwiegend gut. Mit der Miete an die Besitzgesellschaft und dem Kapitaldienst aller drei Bereiche reichte das Ergebnis jedoch nicht aus, und es drohte die Zahlungsunfähigkeit.
Der kritische Punkt
Vorgehen
Unser Auftrag umfasste ein ganzheitliches Konsolidierungskonzept, das Betrieb, Besitzgesellschaft und privaten Bereich des Gesellschafters gemeinsam betrachtete. Es baute auf einer vorangegangenen Kurzanalyse des Unternehmens auf.
Wesentlich war, dass der Kapitaldienst für jedes Kreditinstitut aus der tatsächlich verfügbaren Kapitaldienstfähigkeit abgeleitet wurde. Jede Bank konnte dadurch erkennen, welcher Betrag nachhaltig bedienbar war und welcher Teil ihrer Forderung ungesichert blieb.
Ergebnis
Zum Stichtag des Konzepts ergab sich unter der Voraussetzung, dass die drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet wird, eine positive Fortführungsprognose. Der Kapitaldienst nach den vorgeschlagenen Maßnahmen entsprach der ermittelten Kapitaldienstfähigkeit in allen drei Bereichen. Die drei Kreditinstitute stimmten den vorgeschlagenen Sanierungsbeiträgen zu. Damit war der Kapitaldienst in allen drei Bereichen an die Leistungsfähigkeit angepasst.
Die Banken trugen die Lösung mit einem Verzicht auf den nicht bedienbaren Teil ihrer Forderungen. Die Gesellschafter und Mitarbeiter hatten zuvor mit niedrigeren Gehältern, ausgesetzter Altersvorsorge und unbezahlter Mehrarbeit eigene Beiträge geleistet.
Maßnahmen
Praxistipps
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