Sanierungskonzept für einen Spezialisten der Blechumformung
| Branche | Verarbeitendes Gewerbe |
| Leistungen von KAS | Prüfung auf Insolvenzgründe 13-Wochen-Liquiditätsplanung Fortführungsprognose Sanierungskonzepte und Sanierungsgutachten Finanzierung und Refinanzierung |
| Geschäftsmodell | Dreidimensionale Umformung von Blechen und Profilen für Architekturprojekte, Anlagen- und Gerätebau sowie industrielle Kunden, mit hohem Exportanteil. |
| Unternehmensgröße | Rund 40 Mitarbeiter, Umsatz im einstelligen Millionenbereich |
| Mandatsrahmen | Sanierungskonzept in Anlehnung an IDW S 6 zur Bankvorlage unter Einbeziehung privater Verpflichtungen, mit Überschuldungsstatus, Fortführungsprognose und Begleitung der Bankgespräche; Auftraggeber war die Geschäftsführung |
Ausgangslage
Das Familienunternehmen hatte sich auf die dreidimensionale Umformung von Blechen spezialisiert und war an bekannten Architekturprojekten im In- und Ausland beteiligt. Daneben belieferte es den Anlagen- und Gerätebau sowie industrielle Kunden.
Ein hoher Qualitätsanspruch führte über Jahre zu einer Übererfüllung der Anforderungen, die in den Preisen nicht abgebildet war. Aufträge wurden nicht nachkalkuliert, und Nachträge wurden nicht systematisch geltend gemacht. Zugleich hatte das Unternehmen stark in seinen Maschinenpark investiert. Als die Kunden ihre Aufträge in der wirtschaftlichen Unsicherheit zurückhielten, entstanden Überkapazitäten, und die Umsätze gingen zurück.
Der Rohertrag sank über mehrere Jahre deutlich, und das operative Geschäft erwirtschaftete in Summe nahezu keinen Cashflow. Dem stand ein erheblicher jährlicher Kapitaldienst gegenüber. Die Liquidität wurde über den Abbau der Forderungen und den Aufbau kurzfristiger Verbindlichkeiten gehalten. Eine frühere Umfinanzierung eines Teils der Maschinen über einen Finanzierer erhöhte die monatliche Belastung zusätzlich. Mehrere Darlehen waren im Rückstand, einzelne bereits gekündigt.
Der kritische Punkt
Vorgehen
Unser Auftrag umfasste ein Sanierungskonzept in Anlehnung an IDW S 6 zur Bankvorlage, unter Einbeziehung privater Verpflichtungen und einschließlich Überschuldungsstatus, Fortführungsprognose und Begleitung der Bankgespräche.
Wesentlich waren das Engagement des Schlüsselkunden und die Liquidität aus dem Sale-and-Leaseback. Beides verschaffte dem Unternehmen die Zeit, die Finanzierung mit den Banken neu zu ordnen und die kaufmännischen Schwächen zu beheben.
Ergebnis
Nach dem Engagement des Schlüsselkunden lagen zum Stichtag des Konzepts keine verpflichtenden Insolvenzgründe vor. Unter der Voraussetzung, dass die konzipierten Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden, ergab sich eine positive Fortführungsprognose. Die Banken stimmten der Neuordnung der Finanzierung zu, die Immobilien wurden verkauft und das Obligo entsprechend reduziert. Das Unternehmen wurde fortgeführt und setzte die vorgesehenen Maßnahmen um. Rund zwei Jahre später veräußerte der Gesellschafter das sanierte Unternehmen.
Die Fortführung setzte voraus, dass das Unternehmen sich auf margenstärkere Aufträge konzentrierte und seine Kalkulation und Steuerung grundlegend verbesserte.
Maßnahmen
Praxistipps
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