Sanierungskonzept für einen Hersteller von Medizinprodukten
| Branche | Gesundheitswesen · Verarbeitendes Gewerbe |
| Leistungen von KAS | 13-Wochen-Liquiditätsplanung Sanierungskonzepte und Sanierungsgutachten Sanierungscontrolling und Reporting Finanzierung und Refinanzierung |
| Geschäftsmodell | Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Medizinprodukten, überwiegend im europäischen Ausland abgesetzt. |
| Unternehmensgröße | Rund 35 Mitarbeiter, Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich |
| Mandatsrahmen | Sanierungskonzept nach IDW S 6 für die operative Gesellschaft und die Holding unter Einbeziehung der verbundenen Unternehmen, zur Vorlage bei Hausbank und Förderbanken, sowie Sanierungscontrolling in der Umsetzung; Auftraggeber war die Geschäftsführung |
Ausgangslage
Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Medizinprodukte und erzielt den überwiegenden Teil seiner Umsätze im europäischen Ausland. Die operative Gesellschaft gehört über eine Holding zu einer Gruppe mit mehreren verbundenen Gesellschaften im In- und Ausland.
Die Kunden des Unternehmens waren von den Einschränkungen der Corona-Pandemie besonders betroffen. Gestörte Lieferketten schränkten zugleich die Planungssicherheit ein. Ein Projekt für eine neue Produktlinie ließ sich nicht rentabel umsetzen, und die strategischen Partner einer zweiten Sparte unterstützten die Marktdurchdringung nicht wie geplant. Den Fixkosten standen dadurch keine ausreichenden Umsatzerlöse gegenüber.
Der Finanzmittelbedarf wurde über Corona-Hilfskredite und eine Rettungsbeihilfe der Förderbank des Landes gedeckt. Über Verrechnungskonten flossen zudem Mittel an verbundene Unternehmen ab. Mit der anstehenden Rückzahlung der Rettungsbeihilfe drohte die Zahlungsunfähigkeit.
Der kritische Punkt
Vorgehen
Unser Auftrag war ein Sanierungskonzept nach IDW S 6, in der Detailtiefe an ein wenig komplexes Unternehmen angepasst, für die operative Gesellschaft und die Holding. Die verbundenen Unternehmen bezogen wir in die Betrachtung ein.
Wesentlich war die Entflechtung der Gruppe. Die Zusammenführung der produzierenden Gesellschaften in der Holding und die Verrechnung der gegenseitigen Salden sollten verhindern, dass weiterhin Liquidität an verbundene Unternehmen abfließt.
Ergebnis
Zum Stichtag des Konzepts ergab sich unter Berücksichtigung der vorgesehenen Maßnahmen eine positive Fortbestehensprognose für beide Gesellschaften. Die integrierte Planung zeigte künftige Liquiditätsüberschüsse und zum Ende des Planungszeitraums ein positives wirtschaftliches Eigenkapital. Beide Gesellschaften waren danach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sanierungsfähig.
Mit der Umsetzung der finanzwirtschaftlichen Maßnahmen war die Finanzierung beider Gesellschaften für den Planungszeitraum gesichert. Die Entflechtung beendete die Mittelabflüsse an verbundene Unternehmen. Den Fortschritt der Sanierung konnten die Finanzierer über das laufende Reporting nachvollziehen.
Maßnahmen
Praxistipps
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