Fortbestehensprognose bei Kita-gGmbH mit negativem Eigenkapital
| Branche | Dienstleistungen |
| Leistungen von KAS | Kurzanalyse und IBR Unternehmensplanung und Plausibilisierung Fortbestehensprognose |
| Geschäftsmodell | Gemeinnützige GmbH (gGmbH) als Träger von Kindertagesstätten für Kinder bis zehn Jahre, finanziert überwiegend über kindbezogene Förderleistungen, ergänzt um Elternbeiträge und kommunale Zuschüsse |
| Unternehmensgröße | rund 100 Mitarbeiter · Umsatz im einstelligen Millionenbereich · 15 Standorte in vier Landkreisen |
| Mandatsrahmen | Plausibilisierung der Planung und insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose · beauftragt durch die Geschäftsführung |
Ausgangslage
Die gemeinnützige GmbH (gGmbH) betreibt als Träger Kindertagesstätten an 15 Standorten in vier Landkreisen. Seit ihrer Gründung baute sie ihr Angebot schnell aus, übernahm Standorte und eröffnete neue. Die Ausstattung dieser Standorte und die Auswirkungen der Corona-Pandemie belasteten die Ergebnisse: Im gesamten Betrachtungszeitraum war das Betriebsergebnis negativ.
Zum letzten Bilanzstichtag wies die Gesellschaft ein negatives Jahresergebnis und ein negatives Eigenkapital aus. Damit stellte sich die Frage, ob eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn vorlag. Die Geschäftsführung brauchte eine belastbare Aussage, ob das Unternehmen fortgeführt werden kann.
Der kritische Punkt
Die Hausbank war grundsätzlich bereit, die Kontokorrentlinie zu verlängern und auszuweiten, aber nur, wenn eine positive Unternehmensentwicklung unabhängig festgestellt würde. Ohne die erweiterte Linie ließen sich die aufgelaufenen kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht zurückführen. Die unabhängige Fortbestehensprognose war damit die Grundlage für die Entscheidung der Bank.
Vorgehen
Die Geschäftsführung beauftragte KAS, die Planungsrechnungen zu plausibilisieren und eine insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose zu erstellen, gestützt auf eine Kurzanalyse des Unternehmens.
Weil die Ist-Zahlen durch Aufbauphase und Pandemie nur bedingt aussagekräftig waren, stützte sich die Prognose vor allem auf eine Planung, die aus den tatsächlichen Treibern abgeleitet war: Belegung und Förderleistung je Kind.
Ergebnis
Zum Stichtag der Prognose ergab sich unter Annahme der vorgeschlagenen Maßnahmen eine positive Fortbestehensprognose für einen Zeitraum von 12 Monaten. Die Liquiditätsplanung zeigte, dass das Unternehmen seine Verbindlichkeiten bedienen kann, wenn die Maßnahmen umgesetzt werden; die Bilanzplanung wies für das Folgejahr rechnerisch wieder ein positives Eigenkapital aus. Auf dieser Grundlage verlängerte die Hausbank die Kontokorrentlinie und weitete sie aus.
Der Spielraum war gering. Für das laufende Geschäftsjahr sah die Planung ein Ergebnis auf dem Niveau einer schwarzen Null vor; der Mittelzufluss aus laufender Tätigkeit war zwar positiv, reichte aber nicht aus, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten abzubauen. Die Sondererträge aus der Pandemie beschränkten sich auf Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz und Nachzahlungen für neu aufgenommene Kinder.
Maßnahmen
Praxistipps
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