Sanierungskonzept für einen Dienstleister der Netztechnik
| Branche | Baugewerbe · Dienstleistungen · Energie und Rohstoffe |
| Leistungen von KAS | Prüfung auf Insolvenzgründe 13-Wochen-Liquiditätsplanung Fortführungsprognose Sanierungskonzepte und Sanierungsgutachten Finanzierung und Refinanzierung |
| Geschäftsmodell | Ingenieur- und Elektroinstallationsleistungen für Umspannwerke von Energieversorgern, von der Planung über die Montage bis zur Inbetriebnahme, mit Schwerpunkt Schutz- und Leittechnik. |
| Unternehmensgröße | Rund 15 Mitarbeiter, Umsatz im niedrigen einstelligen Millionenbereich |
| Mandatsrahmen | Sanierungskonzept in Anlehnung an IDW S 6 zur Bankvorlage, mit Prüfung der Insolvenzgründe, Fortführungsprognose und integrierter Planung; Auftraggeber war die Geschäftsführung |
Ausgangslage
Das Unternehmen erbrachte für große Energieversorger elektrotechnische Leistungen in Umspannwerken, von der Planung über die Montage bis zur Inbetriebnahme. Im Bereich Schutz- und Leittechnik hatte es sich als bevorzugter Auftragnehmer eines großen Netzbetreibers etabliert. Die Prozesse vom Angebot bis zur Einsatzplanung waren bereits digitalisiert.
Bis zum vorletzten Geschäftsjahr arbeitete das Unternehmen mit positiven Ergebnissen und positivem Cashflow. Dann strukturierte der wichtigste Auftraggeber seine Organisation um, und Aufträge blieben aus. Das Jahresergebnis wurde deutlich negativ und nur bilanziell durch eine Verlustübernahme der Muttergesellschaft ausgeglichen, deren Zahlung noch ausstand.
Materialintensive Großprojekte erforderten zudem eine hohe Vorfinanzierung. Die Mittel aus dem operativen Geschäft reichten dafür nicht aus, sodass die Kontokorrentlinien weitgehend in Anspruch genommen waren und das Vermögen die Schulden nicht mehr deckte.
Der kritische Punkt
Vorgehen
Unser Auftrag umfasste ein Sanierungskonzept in Anlehnung an IDW S 6 zur Bankvorlage, angepasst an die Unternehmensgröße, einschließlich der Prüfung der Insolvenzgründe und einer integrierten Planung.
Wesentlich war die Neuausrichtung auf Projekte der Schutz- und Leittechnik. Sie benötigen weniger Material und damit weniger Vorfinanzierung, und sie erzielen höhere Margen.
Ergebnis
Zum Stichtag des Konzepts ergab sich unter Berücksichtigung der vorgesehenen Maßnahmen eine positive Fortführungsprognose. Die integrierte Planung wies zum Ende des Sanierungszeitraums ein positives Reinvermögen und künftige Liquiditätsüberschüsse aus. Das zusätzliche Fremdkapital zur Vorfinanzierung der Aufträge wurde gewährt.
Die Fortführung setzte voraus, dass die Schlüsselkunden ihr Investitionsvolumen wie angekündigt erhöhten. Darauf hatte das Unternehmen selbst keinen Einfluss.
Maßnahmen
Praxistipps
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