Eigenverwaltung und übertragende Sanierung im GaLaBau
| Branche | Baugewerbe · Dienstleistungen |
| Leistungen von KAS | Prüfung auf Insolvenzgründe 13-Wochen-Liquiditätsplanung Eigenverwaltung und Insolvenzplan Interimsmanagement und CRO Unternehmensverkauf / Distressed M&A |
| Geschäftsmodell | Garten- und Landschaftsbau: Anlage und Pflege von Grün- und Freiflächen für kommunale und gewerbliche Auftraggeber, überwiegend auf Grundlage jährlich verhandelter Verträge. |
| Unternehmensgröße | Zwei verbundene Gesellschaften mit zusammen rund 50 Mitarbeitern, Umsatz im einstelligen Millionenbereich |
| Mandatsrahmen | Kurzanalyse, Vorbereitung der Insolvenzanträge und Durchführung beider Verfahren in Eigenverwaltung als CRO mit Generalvollmacht bis zum Verkauf; Auftraggeber war der geschäftsführende Gesellschafter |
Ausgangslage
Die Unternehmensgruppe bestand aus zwei Gesellschaften, die über den geschäftsführenden Gesellschafter und die gemeinsame Leistungserbringung verbunden waren. Eine Gesellschaft trat gegenüber den Auftraggebern auf und beschäftigte die Verwaltung. Die zweite Gesellschaft war als interner Leistungsbetrieb tätig und beschäftigte die gewerblichen Mitarbeiter.
Der Geschäftsführung war es über mehrere Jahre nicht gelungen, die Preise im erforderlichen Umfang anzuheben. Zugleich bildeten die Kalkulationsstrukturen die tatsächlichen Kosten nicht zutreffend ab. Die Erträge aus dem laufenden Geschäft deckten die Aufwendungen deshalb nicht. Hinzu kam eine unzureichende technische Ausstattung. Die Aufträge wurden dadurch mit geringer Produktivität ausgeführt. Die Unterdeckungen wurden durch Gesellschafterdarlehen ausgeglichen.
Die Gesellschafter konnten keine weiteren Mittel zur Verfügung stellen. Ohne Gegensteuern drohte in den folgenden Monaten die Zahlungsunfähigkeit beider Gesellschaften. Eine Fortführung durch den geschäftsführenden Gesellschafter kam zudem aus Altersgründen nicht dauerhaft in Betracht.
Der kritische Punkt
Vorgehen
Unser Auftrag begann mit einer Kurzanalyse der Krisenursachen und umfasste nach der Antragstellung die Führung beider Verfahren in Eigenverwaltung bis zum Verkauf.
Eine wesentliche Voraussetzung war, dass die Anträge gestellt wurden, solange beide Gesellschaften noch zahlungsfähig waren. Dadurch standen die Eigenverwaltung und ein geordneter Verkaufsprozess offen. Der spätere Erwerber unterstützte bereits vor der Antragstellung bei Kundenverhandlungen und bei der Sicherung der Liquidität und war bereit, im Verfahren rentable Aufträge einzubringen.
Ergebnis
Der Geschäftsbetrieb beider Gesellschaften wurde im Wege der übertragenden Sanierung an den Investor verkauft und von ihm fortgeführt. Die Betriebsimmobilie ging mit über. Die bisherigen Gesellschafter wurden in die Lösung eingebunden. Die geringe Produktivität ließ sich im Verfahren nicht beheben, weil dafür Investitionen in die Ausstattung erforderlich waren, die erst der Erwerber tätigen konnte.
Maßnahmen
Praxistipps
Vertraulichkeit. Alle Mandate sind anonymisiert dargestellt, Kennzahlen gerundet oder in Spannen angegeben.
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