Umstrukturierung einer Landfleischerei mit Filialbetrieb
| Branche | Handel · Lebensmittel |
| Leistungen von KAS | Prüfung auf Insolvenzgründe 13-Wochen-Liquiditätsplanung Fortführungsprognose Sanierungskonzepte und Sanierungsgutachten Finanzierung und Refinanzierung |
| Geschäftsmodell | Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren mit Vertrieb an den Großhandel und über eigene Filialen. |
| Unternehmensgröße | Einzelunternehmen mit rund 60 Mitarbeitern |
| Mandatsrahmen | Umstrukturierungskonzept zur Vorlage bei Hausbank und Förderbank, mit Prüfung der Insolvenzgründe, Fortführungsprognose und Kapitaldienstplanung; Auftraggeber war der Inhaber |
Ausgangslage
Die Landfleischerei war ein traditionsreiches Familienunternehmen mit eigener Produktion und belieferte den Groß- und Einzelhandel. Nach der Insolvenz eines Großkunden hatte sie dessen rentable Verkaufsstellen übernommen und betrieb seitdem auch einen eigenen Filialbetrieb.
Die Umsätze blieben hinter den Erwartungen zurück. Discounter drängten in den Frischfleischmarkt, die Nachfrage nach Fleisch- und Wurstwaren ging zurück, und das Preisniveau war niedrig. Zugleich stand das Fremdkapital in keinem angemessenen Verhältnis zum Umsatz. Kostenrechnung und Controlling wurden bis dahin kaum genutzt.
Das Unternehmen wies eine erhebliche bilanzielle Unterdeckung aus, die bei einem Einzelunternehmen keine Antragspflicht begründet. Die Liquidität zweiten Grades lag jedoch deutlich unter den üblichen Schwellenwerten, sodass die Zahlungsunfähigkeit drohte.
Der kritische Punkt
Vorgehen
Unser Auftrag umfasste ein Umstrukturierungskonzept zur Vorlage bei Hausbank und Förderbank, einschließlich Prüfung der Insolvenzgründe, Fortführungsprognose und Gesprächen mit der Hausbank.
Wesentlich war, dass die Verhandlungen über die Teilverzichte bereits unter der Annahme geführt wurden, dass ein neues Förderdarlehen hinzukommt. So passten die Beiträge der bisherigen Kreditgeber und die Anschlussfinanzierung von Anfang an zusammen.
Ergebnis
Hausbank, KfW und private Darlehensgeber verzichteten auf einen Teil ihrer Forderungen, und die Förderbank bewilligte das Umstrukturierungsdarlehen. Damit war die Liquiditätslücke geschlossen und der Kapitaldienst an die Ertragskraft angepasst. Das Unternehmen wurde mit Produktion und Filialbetrieb fortgeführt.
Die bilanzielle Unterdeckung war durch die Teilverzichte nicht vollständig beseitigt. Inhaber und Mitarbeiter trugen die Sanierung mit eigenen Beiträgen mit.
Maßnahmen
Praxistipps
Vertraulichkeit. Alle Mandate sind anonymisiert dargestellt, Kennzahlen gerundet oder in Spannen angegeben.
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